Tag der Logistik in Bielefeld

Auch im ostwestfälischen Bielefeld rückten mit einer gelungenen Veranstaltung wieder logistische Leistungen ins öffentliche Interesse. Das Rudolf-Rempel-Berufskolleg und der Landesverband Spedition + Logistik im Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW e. V. hatten ins Forum der Berufsschule eingeladen.

In der jüngst von der VerkehrsRundschau als Deutschlands siebtbestes Berufskolleg gelobten Schule begrüßte Schulleiter Dr. Wolfgang Kehl ca. 250 Schüler, die an der Präsentation beteiligten Betriebe sowie die örtliche Agentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer sowie das Bildungswerk Verkehr, Wirtschaft und Logistik (BVWL) NRW e. V.. Dr. Kehl freute sich insbesondere über das Engagement der Firmen: Dachser GmbH & Co. KG, Hartmann International GmbH & Co. KG, Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, Kraftverkehr Nagel GmbH & Co. KG, Schenker Deutschland AG, TNT Express GmbH, UTM Universal Transporte GmbH, Wahl GmbH & Co. und Wincanton GmbH.

Der Stellvertretende Geschäftsführer des Landesverbandes, Jürgen Weihermann, verwies in seinen Begrüßungsworten auf die Bedeutung der Branche als Wegbereiter der Globalisierung in einem wachsenden Markt mit zurzeit insgesamt 2,7 Mio. Beschäftigten und einem Marktvolumen von 215 Mio. €. Logistik sei die drittgrößte Branche hinter dem Handel und der Automobilbranche, die beide zudem ohne Logistik nicht rund laufen würden.

Im 155 Länder umfassenden Vergleichstest sei Deutschland jüngst zum Logistik-Standort Nr. 1 weltweit gekürt worden.

An Informationsständen der Betriebe wurde jungen Menschen die Leistungsfähigkeit der Branche in Deutschland vorgestellt und ein erster Einblick in die Vielfalt der Aufgaben gewährt. Es bot sich die Möglichkeit, Logistikern aus der Region über die Schulter zu schauen und Informationen über die Bildungsangebote der Betriebe einzuholen.

Zusätzlich stellten die Unternehmen in angrenzenden Unterrichtsräumen mit Kurzvorträgen das große Spektrum ihrer interessanten Tätigkeiten vor und ermöglichten so einen lebendigen Einblick. Die Vortragsthemen waren bewusst so ausgerichtet, dass den jungen Veranstaltungsbesuchern die Branche einmal anders als mit nüchternen Fakten vorgestellt wurde. Die Vortragsthemen der äußerst interessant und unterhaltsam gestalteten Präsentationen lauteten folglich:

  • Sock-City – Stadt der Strümpfe
  • drei-zwei-eins – meins – Wie kommt’s zu mir?
  • Ader der Wirtschaft
  • Hier geht’s um die Wurst!
  • Studienperspektiven – Willi will’s wissen!
  • … don’t worry, be heavy!

 Der “Tag der Logistik“ bildete für die Veranstaltung den passenden Rahmen, an deren Ende alle Beteiligten zufrieden und insbesondere die Schüler und Schülerinnen zusammen mit den Firmenvertretern angetan von der Konzeption der Veranstaltung waren. Spontan kam man zu der Überzeugung, diese Veranstaltung weiterzuentwickeln, die eine oder andere Schwäche zu verbessern, auf alle Fälle aber direkt eine Wiederholung einzuplanen. Man wird sich also dann am vierten Tag der Logistik in Deutschland und Bielefeld am 14. April 2011 im Forum des Rudolf-Rempel-Berufskollegs wiedertreffen.

  • Viele interessierte Schüler vor den Ständen des Bildungswerkes Verkehr Wirtschaft Logistik NRW (BVWL) e. V. und des Verbandes Verkehrswirtschaft und Logistik NRW (VVWL) e. V.

  • Beim Vortrag von Christian Plattner, Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, zog sich das Thema "Sock-City – Stadt der Strümpfe" an der Wäscheleine bis in den Vortragsraum.

  • Gehörige Ausstellerzahl: die Speditions- und Logistikbranche war mit vielen Vertretern angerückt, um den Bielefelder Beitrag zum Tag der Logistik zu gestalten.

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Logistik ist...

Logistik ist…

…wenn Blumen, die aus anderen Ländern importiert werden, trotz des langen Transports erst dann blühen, wenn sie im Laden stehen.

…wenn ein Autokäufer die Ausstattung seines Fahrzeugs individuell zusammenstellt - bis hin zur Farbe des gewünschten iPods – und das Auto mit genau dieser Ausstattung zu genau dem Termin geliefert wird, der ihm bei Bestellung in Aussicht gestellt wurde.

…wenn eine Einzelhandelskette in der Lage ist, in zigtausend Verkaufsstellen jede Woche ein völlig neues Sortiment anzubieten.

…wenn ein Tapetenhersteller mit einem einzigen Produktionsstandort und einem einzigen Lager seine Produkte weltweit vertreiben kann.

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