Interview mit Petra Seebauer, Geschäftsführerin des Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ) Prien

08.03.2024

Zum Weltfrauentag 2024: Frauen in der Logistik, Teil 3 Interview mit Dr. Petra Seebauer

Als Frau in der Logistik? Ist die Logistik tatsächlich so stark männerdominiert? Wir wollten es genau wissen und haben anlässlich des Weltfrauentags nachgefragt. Und wer sollte das besser beantworten können als erfolgreiche Frauen aus der Logistik, dem drittgrößten deutschen Wirtschaftsbereich.

Diesmal erzählt uns Dr. Petra Seebauer, Geschäftsführerin des Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ) Prien, wie sie in die Logistik gekommen ist.

Redaktion: Wie fanden Sie den Weg in die Logistik und was ist für Sie das Faszinierende an diesem Wirtschaftsbereich?

Dr. Petra Seebauer: Schon während des BWL-Studiums kam ich über mein Schwerpunktfach Produktion in Berührung mit der Logistik. Nach meiner Promotion über Kooperationen in der Logistik und City-logistische Ansätze war mir klar, dass mich die Logistik nicht mehr loslassen wird. Ein wichtiger Bestandteil davon ist es, Menschen und Unternehmen zusammenzubringen, Know-how zu teilen, Gelegenheiten zum Austausch und der Entwicklung von Lösungsansätzen zu schaffen – also Netzwerken mit Herzblut und Leidenschaft!

Der Wirtschaftsbereich Logistik – das Herz-Kreislauf-System unserer Wirtschaft – hat sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm gewandelt: von der traditionellen Lieferkette hin zu komplexen Logistiknetzwerken. Das Aufgabenspektrum zur Gestaltung nachhaltiger Logistikprozesse ist gerade mit Blick auf die Entwicklung in den Bereichen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Robotics so vielfältig und spannend. Das fasziniert mich seit 30 Jahren immer wieder aufs Neue!

Redaktion: Logistik gilt immer noch als Männerdomäne. Warum sollten mehr Frauen in der Logistik arbeiten?

Dr. Petra Seebauer: In der Logistik arbeiten viele Menschen, die sich ebenso wie der Wirtschaftsbereich selbst durch eine große Vielfalt auszeichnen. Dabei ist die Logistik nicht nur eine faszinierende Branche, sondern auch in hohem Maße ein „People Business“, in dem viel Teamwork und Empathie gefragt ist.

Soziales Denken, Kommunikationsstärke und Empathie sind wichtige Eigenschaften im vernetzten Arbeiten entlang der Supply Chains. Eigenschaften, die vor allem uns Frauen auszeichnen. Gerade weil die Logistik noch relativ stark von einem konservativen, männerdominierten Umfeld geprägt ist, braucht es viel mehr Frauen in der Branche, die ihre Erfahrungen einbringen, sich sichtbar machen und damit zu Rollenvorbildern für andere werden.

Redaktion: Vielen Dank für das kurze Interview.

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